Schadensbericht

 Kirchengemeinde St. Johannes Baptist, Menden-Barge

              -Kapelle in Werringsen-

Bauschadensbericht und Kostenschätzung zur Renovierung

1. Fundamente

2. Fundamentsockel

3. Innerer Fußboden

4. Gefache

5. Fachwerk

6. Innenputz

7. Fenster

8. Kapellentür

9. Orgelbühne, Treppenaufgang
Kirchenbänke

10. Bau-Teiltemperierung

11. Sonstiges

12. Kostenschätzung

 Nach Herstellung von Schürfproben (Foto Nr.6 ) im Fundamentbereich wurde die 1652 errichtete Kapelle durch das Architekturbüro Simon begutachtet und untersucht. Dabei wurden nachfolgend aufgeführte Schäden festgestellt:

1. FUNDAMENTE:

Die freigelegten Fundamente reichen bis ca. 40 - 50 cm Tiefe unter anstehendem Geländeniveau. Sie bestehen aus Bruchsteinen und sind mit einem teilweise gerissenem Zementputz bis zur Sohle versehen. Die Gründungsebene besteht aus einem bindigen Bodenmaterial.

In Sohlentiefe wurde ein Abwasser-PVC Rohr mit einer nebenliegenden flexibelen und allseitig gelochten Drainage vorgefunden. (Foto Nr. 6 )

Der ehemalige Baugrubenbereich ist entlang der Fundamente bis zur Sohle mit einem Drainagesplitt, Körnung 16/32 verfüllt worden. (Foto Nr. 5,6 )

Die vorgefundene Drainage und der Fundamentverputz wurden bei einer vorangegangenen Sanierung durchgeführt.

Schadensursache:

Im über Geländeniveau liegenden Sockelbereich sowie am Innenwandbereich zeigen sich sehr starke Durchfeuchtungen, Rissbildungen und Abplatzungen der Putzoberflächen. (Foto Nr. 5,7,9,10)

Bei einer vorangegangenen Sanierung sind Arbeiten wie zuvor beschrieben durchgeführt worden, die ein bereits bestehendes Schadensbild nachhaltig noch verstärkt haben.

Durch den Einbau der bis zum Geländeniveau reichenden wasserdurchlässigen Kiespackung (Foto Nr.5) wurde der oberflächige Wassereintrag in den unmittelbaren Fundamentbereich noch erhöht. Das infiltrierte Wasser konnte nicht über die verlegte Drainage abgeleitet werden. Da diese allseitig gelocht ist und zudem in Berg-und Talform eingebaut wurde, ist ein Wasserablauf nicht möglich.

Die Kapellenfundamente sind auf einem bindigen Boden gegründet, es entstehen somit im Bereich der Sohle Wassersäcke, die die Feuchtigkeitsbelastung des Fundamentmauerwerks stark erhöhen und auch teilweise zum Wasserdurchtritt unter den Fundamenten führen. Ein starkes kapillares Ansteigen der Feuchtigkeit in die Sockelbereiche ist die Folge.

Durch den jahrelangen Eintritt von nicht kalkhaltigem Regenwasser (saurer Regen) in den Fundamentbereich sind die Bindemittel (gelöschte Sumpfkalke) aus den Fugen der Fundamente zum großen Teil herausgelöst worden.

Massnahmen zur Schadensbeseitigung:

Da ältere Bauwerke keine Horizontalisolierung besitzen, und der Einbau einer solchen Isolierung hier einen unverhältnismäßig hohen Aufwand bedeuten würde, sollte versucht werden, das anfallende Oberflächenwasser frühzeitig abzuleiten und den Wassereintritt zum Sohlenbereich, soweit wie es geht, zu vermindern.

Gleichzeitig sollte das vorhandene unter Erdreich liegende Fundamentmauerwerk durchsaniert werden, um eine ausreichende Festigkeit weiterhin zu gewährleisten.

Im Einzelnen sind nachfolgend beschriebene Massnahmen zu empfehlen:

-Freigraben der Fundamente bis zur Sohle,

-Entfernen der Kiesverfüllung einschliesslich der Drainage,

-Abschlagen des Zementverputzes der Fundamente,

-Entfernen von Mörtelresten, losem Gestein und Wurzelwerk sowie

 Ausstemmen von Fugen,

-Reinigen des Fundamentmauerwerks und der Mauerwerksfugen,

-Austrocknungszeit mind. 14 Tage, Schutz gegen Schlagregen vorsehen,

-Ausmauern von Schadstellen im Fundamentmauerwerk mit artgleichem Material

-Ausreichend tiefes Ausfugen der offenengelegten Fugen mit Trasskalkmörtel,

-Vorspritzen des Fundamentmauerwerks

-Aufbringen eines Verputzes aus Trasskalkmörtel mit geringer Zugabe von Trasszement.

Der Putz ist auf mindestens 15 cm über Geländeniveau zu führen als Verdunstungszone.

Nach Abbinden des Putzes ist eine Folie vom Sohlenbereich lose an der Sockelwand bis Geländeniveau hochzuführen. Darauf ist in der Sohle eine Drainage mit geschlossenem Fuss zum Wasserlauf mit gleichmässigem Gefälle zu verlegen mit einer geringen Kiespackung, die zum Schutz gegen Verschlammen mit einem Vlies abzudecken ist.

Danach sollte die Baugrube mit einem stark bindigem Bodenmaterial  verfüllt und verdichtet werden um den Wassereintrag zu vermindern.

Abschliessend sollte eine gepflasterte und in Mörtel gesetzte Sockelgosse um den Fundamentsockel herum zur direkten Ableitung des Oberflächenwassers (Schlagregen von der Fassade, Hangwasser) hergestellt werden welche gleichzeitig als Spritzschutz für den sichtbaren Sockel dient. (siehe Skizze)

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2. FUNDAMENTSOCKEL

Der über dem Erdniveau sichtbare Fundamentsockel weist an vielen Stellen grossflächig Risse, Abplatzungen und mäandrierende Feuchteränder auf. (Foto Nr. 5)

Schadensursache:

Ursachen der Schädigungen sind im Wesentlichen ein zu harter Sockelverputz, sowie eine stetig anwachsende Durchfeuchtung von Mauerwerk und Putz aufgrund des grossen Wasseranfalls im Fundamentbereich und daraus resultierenden Frostschäden im Winter, die zu Putzabplatzungen führen.

Desweiteren ist der vorhandene Anstrich filmbildend ausgeführt worden, so dass kein Verdunstung über den Putz stattfinden kann.

Die durch die Feuchtigkeit mitgeführten Salze kristallisieren in der Trockenzone an der Oberfläche und führen zu Putz- und Anstrichabplatzungen, da die Salze beim Kristallisationsprozess ihr Volumen vergrössern.

Massnahmen zur Schadensbeseitigung:

Zur Sanierung des Sockels müssen nachfolgende Arbeiten durchgeführt werden:

- Komplettes Abschlagen des vorhandenen Altputzes bis an die Schwelle,

- Ausstemmen von Fugen und Entfernen von losen Mörtelresten und

  Mauerteilen,

- Reinigen des Sockelmauerwerks mit scharfem Wasserstrahl,

-Trocknungszeit mind. 14 Tage, Schutz gegen Schlagregen vorsehen,

- Ausmauern von Schadstellen mit gleichartigem Steinmaterial und

- Ausfugen der Fugen mit Trasskalkmörtel bis zur Steinvorderkante.

- Aufbringen eines steinführigen Trasskalkputzes.

Nach ausreichender Durchtrocknung sollte der Sockel nur mit mineralischen Farbe gestrichen werden.

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3. INNERER FUSSBODEN

Der innere Fussboden besteht aus quadratischen und rechteckigen, ca. 3 bis 4 cm starken Sandsteinplatten, die lose auf einer Sandgranulatmischung auf verdichtetem Boden verlegt sind.

Im Eingangsbereich der Kapelle sind durch das Wurzelwerk eines mittlerweile gefällten Baumes Platten hochgedrückt worden. (Foto Nr.7)

Im übrigen Bereich liegt der Boden weitestgehend fest.

Massnahmen zur Schadensbeseitigung:

Sämtliche Platten sollten nur an der Oberfläche mechanisch von Hand gereinigt werden. Das lose Fugenwerk ist zu entfernen.

Die durch das Wurzelwerk aufgebrochenen Platten sind aufzunehmen, der Untergrund ist nachzuverdichten und abschließend sind die Platten wieder in einem Sandbett zu verlegen.

Die Plattenfugen sind mit einem Trasszementmörtel zu verschliessen.

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4. GEFACHE

Bei der Untersuchung der Gefache wurde festgestellt, dass insgesamt 3 Arten von Steinen zur Ausmauerung verwandt wurden.

1. Weichgebrannter Ziegel (Feldbrenner).

2. Hartgebrannter Ziegel.

3. Bruchstein.

Als Aussenputze wurden teilweise Kalkputze und teilweise Kalkzementputze mit Schlackenzusätzen verwandt.

Der äussere Anstrich ist stark kreidend und in Teilbereichen abgewittert. Auf einigen Gefachen wurde ein Dispersionsanstrich aufgebracht.

 Der Innenverputz besteht aus Kalkmörtel mit Anstrich. Auf der Nord.- Süd.- und Westwand sind Heraklitplatten mit Kalkputz und Anstrich vorhanden.(Foto Nr. 9,10)

Im beiliegenden Plan sind die abgängigen und zu erneuernden Gefache farbig dargestellt.

Hier handelt es sich im Wesentlichen um Gefachfelder die aus Bruchstein gemauert sind und deren Vorderkanten teilweise 2 bis 5 cm vor der äusseren Fachwerkebene liegen. (Foto Nr. 11,13)

Da der kissenförmig aufgebrachte Aussenputz unfachmännisch bis auf das Fachwerk geführt wurde haben sich zwischen den vorstehenden Gefachfeldern und Fachwerk Risse gebildet, in denen Feuchtigkeit hinter den Putz eindringt und zu großflächigen Abplatzungen der Putzschale führt. (Foto Nr. 11,12)

Massnahmen zur Schadensbeseitigung:

Alle schadhaften und vorstehenden Gefache sind vollständig auszubauen.

Die filmbildenden Dispersionsanstriche sind zu beseitigen, intakte Gefache mit mineralischem Anstrich sind zu reinigen.

Nach erfolgter Holzreparatur und Sanierung des Fachwerks ist umlaufend in den zu erneuernden Gefachfeldern eine Dreiecksleiste mittig einzubauen.

Die Ausmauerung kann mit weichgebrannten Ziegeln oder Lehmziegeln in Lehmmörtel erfolgen. Die Mauervorderkante ist mit einem Rücksprung von der äusseren Holzoberfläche von ca. 2,5 cm einzubauen.

Die Fugen zwischen Fachwerk und Ausmauerung sind 2 cm tief offenzuhalten. Vor Aufbringen des Gefachputzes empfiehlt es sich, seitlich das Fachwerk bis in die Fuge hinein mit Leinöl zu grundieren. (Sollbruchstelle zwischen Holzwerk und Putz)

Nach ausreichender Durchtrocknung ist ein zweilagiger Kalkputz balkenbündig auszuführen wobei die zuvor angesprochene Fuge mit dem Putzmörtel voll zu verfüllen ist.

Sämtliche Gefache sind abschliessend mit mineralischer Farbe zu streichen.

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5. FACHWERK

Das gesamte Fachwerk ist von aussen mit einem nicht atmungsfähigen Dickschichtanstrich versehen worden. Ältere Holzrisse (Foto Nr.13) sowie horizontale und vertikale Holzstösse(Foto Nr. 14,15) sind mit einem diffusionsdichten Holzersatzstoff in der Vergangenheit repariert und ebenfalls überstrichen worden.

Durch jahrelangen Feuchtigkeitseintrag über die Abrisse und Fugen zwischen Gefach und Holzwerk und nicht atmungsfähiger Oberfläche sind grosse Teile der Schwellen, Pfosten und Riegel durchgefault. (Foto Nr.11,16,18,19) Einige Stiele mit hohem Splintholzanteil waren vom Holzbock befallen.

Fast sämtliche Holzstösse und Holznagellöchter sind ausgewittert. (Foto Nr. 15)

Massnahmen zur Schadensbeseitigung:

Zunächst ist vom verbleibenden, gesundem Fachwerk der nicht atmungsaktive Anstrich mechanisch zu entfernen, sämtliches Kittmaterial ist aus Rissen und Holzstössen auszubauen.

Bei insgesamt intakten und tragfähigen Hölzern sind kleinere Fehlstellen auszuschneiden und mit alten Eichenholz passgenau zu ersetzen oder auszuspänen.

Das Ansetzen der Stücke sollte immer mit schrägem Versatz erfolgen, um dem Regenwasser über die Fuge keine Angriffsfläche zu bieten.

Ebenso sollten grössere ausgewitterte und klaffende Fugen zwischen den Holzverbindungen bei intakten Hölzern ausgearbeitet werden.

Die im beiliegenden Plan dunkel dargestellten Fachwerkhölzer sind nach Untersuchung vollständig durchgefault oder nicht mehr tragfähig und sind daher vollständig durch altes abgelagertes Eichenholz zu ersetzen.

Angrenzende Gefache sind vorher auszubauen und wie unter Pkt. - Gefache - nach Einbau der neuen Hölzer zu erneuern. Schwellenauflager sind zu prüfen und gegebenenfalls zu sanieren.

Im Bereich von zu ersetzenden Gefachen und bei erneuerten Hölzern sollten die Innenseite zur Fachwerkfuge hin vor Einbau der Gefache mit Leinoel grundiert werden. (siehe Gefache)

Für den abschliessenden Holzanstrich am Fachwerk darf nur diffusionsfähiger Anstrich verwandt werden.

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6. INNENPUTZ

Der Innenputz besteht aus Kalkmörtel mit Anstrich. Die nördliche, südliche und westliche Innenwand sind bei einer vorangegangenen Renovierung mit Heraklitplatten (Holzwolleleichtbauplatten) verkleidet worden, auf denen ebenfalls ein Putz mit Anstrich aufgebracht wurde.

Der Innenputz im östlichen Chorbereich ist zur Zeit schadensfrei.

An der westlichen Wand unterhalb der Orgelbühne (Foto Nr. 9) ist die Heraklitschale aufgrund der Durchfeuchtung durchgefault, durch Abscheren abgeknickt und muss vollständig entfernt werden.

Der nördliche und südliche Innenwandbereich weist ebenfalls im unteren Drittel starke Durchfeuchtungen aufgrund des nassen Fundament- und Sockelmauerwerkes auf. (Foto Nr. 7)

An diesen beiden Wänden sind die Platten ebenfalls vollständig zu entfernen.

Durch Erneuerung von schadhaften Gefachen, Auswechseln von Fachwerkhölzern werden zwangsläufig auch weitere Innenwandflächen in Mitleidenschaft gezogen.

Daher ist davon auszugehen, dass sämtliche Innenwandflächen neu mit Kalkmörtel verputzt werden müssen.

Auf den Wiedereinbau einer Heraklitschale sollte verzichtet werden, da die Holzwolleplatten verbleibende Restfeuchte des Sockels und ständige Raumfeuchte aufsaugen und somit durch langsames Quellen auf Dauer wieder geschädigt werden und zu Putzrissen führen.

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7. FENSTER

Die äusseren Abdeckleisten der bleiverglasten Fenster sind im unteren Bereich über dem Fensterbankgesims angefault (Foto Nr. 25) und müssen vollständig erneuert werden.

Ebenfalls ist hier eine nicht atmungsfähige Dickschichtglasur aufgebracht worden.

Die Fensterbankgesimse und oberes Türgesims sind insgesamt durchgefault und sind auszutauschen.

Es wird angeraten, die Bänke und oberen Fensterleisten mit einer Metallabdeckung (Blei) mit vorderer runder Tropfwulst abzudecken.

Einige Gläser der Bleiverglasung sind gerissen und müssen repariert werden.

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8. KAPELLENTÜR

Bei der Kapellentür handelt es sich um eine Brettertür mit aufgedoppelten Profilstäben aus Eiche. (Foto Nr. 20,22)

Die Türoberfläche ist in der Vergangenheit offensichtlich gesandstrahlt worden, die Fugen zwischen den Aufdoppelungen sowie die Gehrungsfugen der Stösse sind teilweise dick mit Kitt verschmiert. (Foto Nr.22) Die Innenlage des dreilagigen Türsockels ist abgefault und lose, gleiches gilt für das äussere Türfutter mit Bekleidung im Bereich der Türschwelle. (Foto Nr.21)

Da die Tür insgesamt erhaltenswert ist, wird zur Sanierung folgender Arbeitsablauf vorgeschlagen:

-Türblatt ausbauen und zur Werkstatt transportieren,

-Bleichen der Türoberfläche mit Entfernung sämtlicher Kittfugen,

-Ausbau aller schadhaften Aufdoppelungsteile und Ersatz mit artgleichem

 Eichenholz,

-Ersatz der unteren Innenlage des Türsockels,

-gleichmässig breites Aufschneiden der unregelmässig breiten senkrechten

 Mittelfuge und Einbau einer senkrechten Eichenfugenleiste,

-Durchreparieren der Beschlagteile,

-Anfertigen eines neuen äußeren Türfutters mit Bekleidung auf Abstand im Schwellenbereich,

-Aufbringen einer pigmentierten Holzschutzlasur und Wiedereinbau der Tür.

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9. ORGELBÜHNE, TREPPENAUFGANG UND KIRCHENBÄNKE:

Die Orgelbühne befindet sich in einem ordentlichen Zustand, hier sollten lediglich der Eichendielenbelag gereinigt und geoelt werden.

Am Spindeltreppenaufgand zur Orgelbühne sind einige lose Stufenteile zu befestigen.

Orgelbühnenbrüstung und Kirchenbänke (Foto Nr.24) sollten mit einer pigmentierten Holzschutzlasur aufgefrischt werden.

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10. BAUTEILTEMPERIERUNG:

Auch nach erfolgter Fundamentsanierung wird immer noch, aber im stark reduzierten Maß Feuchtigkeit im Sockel anfallen.

Zur Optimierung der Bauteilfeuchte im Sockelbereich wird vorgeschlagen, den inneren Wandbereich des Sockels mit einer Bauteiltemperierung auszustatten.

Als Energie steht ein Stromanschluss in der Kapelle zur Verfügung.

Bislang sind im unteren Wandbereich mehrere kleine Elektro-Lüfter vorhanden (Bild Nr.7), welche dauerhaft keinen Erfolg bringen und demontiert werden sollten.

 Durch Verlegung von Heizdrähten vor Aufbringen des Innenputzes kann durch eine gleichmässig höhere Temperierung des Sockels und somit Steigerung der Oberflächentemperatur, eine bessere Verdunstung und Trocknung der ständig nachstömenden Feuchte aus dem Fundamentbereich erzielt werden. Gleichzeitig wird die Kondensation der Raumluftfeuchte am ansonsten kälteren und feuchten Sockel reduziert und Schimmelbildung vermieden.

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11. SONSTIGES:

Die vorhandene geputzte innere Deckenkonstruktion mit sichtbarem Balkenwerk weist keine Schäden auf. Gleiches gilt für die Dacheindeckung, Verschieferung des Turms und der Dachrinnen.

Nach Renovierung der Kapelle sollten die im Zuge der Fundamentfreischachtung zu entfernenden Gehölze (Eiben) ausreichend weit von der Fassade wieder eingepflanzt werden, da diese jetzt schon bis unmittelbar an die Putzflächen herangewachsen sind und somit die Algenbildung fördern.

Hinweis:

Der Kirchengemeinde wird angeraten, einmal jährlich, am besten im Frühjahr, eine regelmäßige Inspektion an der Fachwerkfassade durchzuführen, um kleinste Fehlstellen frühzeitig zu erkennen und zu beseitigen.

Die regelmäßige Bauunterhaltung in Form von Kleinreparaturen ist an dieser Art von Gebäuden wichtig und beugt auf Dauer größeren Schäden vor.

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12. KOSTENSCHÄTZUNG:

Die nachfolgend aufgeführten Kosten beziehen sich auf die zuvor beschriebenen Arbeiten

Erdarbeiten          5.300,-- €

Fundamentsanierung         2.100,-- €

Sockelsanierung        2.700,-- €

Innerer Fussboden        4.000,-- €

Gerüstbau aussen         1.600,-- €

Gerüstbau innen            500,-- €

Gefache ausbauen und wieder herstellen   18.700,-- €

Äußere Anstricharbeiten      4.700,-- €

Zimmerarbeiten Fachwerk      25.500,-- €

Innenputz mit Anstrich     15.700,-- €

Fenster und Gesimse          500,-- €

Glasreparatur            700,-- €

Kapellentür        3.800,-- €

Reparatur Treppenaufgang           500,-- €

Anstricharbeiten Orgelbühne u. Bänke     1.300,-- €

Bauteiltemperierung        1.900,-- €

Unvorhergesehenes        2.500,-- €

   Baukosten incl. Mwst.   92.000,-- €

Nebenkosten Architekt              14.300,-- € 

                                                    

                                             Gesamtkosten                     106.300,--€

Aufgestellt, Menden 12.02.2004

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Dipl.-Ing.   Peter Albrecht 

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Die dunklen, bzw. schraffierten Bereiche müssen renoviert bzw. vollständig erneuert werden.